Arztdienst

Die Ausbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten ist ein wichtiges Anliegen, dem wir grosse Aufmerksamkeit widmen. Es wird grosser Wert auf die klinische Untersuchung gelegt. Mit dem beschränkten Zugang zu aufwändigen technischen Untersuchungen erhält die Klinik einen zentralen Wert, was einer guten Ausbildung für die Praxis entspricht.

Dank der gelebten Interdisziplinarität in der Notfall- und auf Bettenstationen, sowie mit gemeinsamen Rapporten und Fortbildungen, sind die jungen Kollegen fächerübergreifend tätig.

Da die Psychogenese des Krankseins und die Mobilisation der seelischen Verarbeitungs-Ressourcen in unserem Haus zentral sind, erhalten die Ärzte Einblick in verschiedene psycho-therapeutische Ansätze. In regelmässigen Hausarzt-Vertretungen sollen die jungen KollegInnen die Gelegenheit erhalten, Erfahrungen im Alltag der Allgemeinpraxis zu sammeln – einem möglichen späteren Berufsfeld. In unserem Haus soll bewusst ein Gegenpol zur technisierten und spezialisierten Medizin erfahren und gelebt werden. Den Überlegungen zu Kosten-Nutzen-Relationen sowie der auf Evidenz basierten Medizin werden in der Alltagsarbeit grosse Aufmerksamkeit und Priorität eingeräumt.

offizielles Lehrspital der Universität Zürich

Neben den Assistenzärzten sind stets Medizinstudenten von schweizerischen wie auch von deutschen Universitäten mehrere Monate im so genannten Wahlstudienjahr beschäftigt. Diese jungen Kolleginnen und Kollegen wollen wir in den ersten intensiven Patientenkontakten begleiten und ihnen die Möglichkeit bieten, die basalen Fertigkeiten für den Arztberuf zu üben. Nach vielen universitär geprägten Lehrjahren sollen sie erkennen, dass neben Spitzenmedizin und hauptsächlich apparativ gestützten Abklärungen mit weniger aufwändigen Methoden durchaus eine qualitativ hoch stehende Medizin gemacht werden kann.

Seit Herbst 2006 ist unser Spital ein offizielles Lehrspital der Universität Zürich. Studenten, in Kleingruppen organisiert, erhalten wöchentlich Einblick in den Spitalalltag. In der klinischen Visite werden Krankheitsbilder besprochen und Untersuchungsmethoden erprobt. Im Rahmen der Palliativ-Medizin leistet unser Spital Pionierdienste: hier werden Studentengruppen mit unterschiedlichem Ausbildungsstand mit dem wichtigen Feld der Palliation, also der lindernden, nicht-kurativen Medizin bekannt gemacht. Im Zentrum dieses Kurses stehen existentielle Lebensfragen und die direkte Erfahrung von uns Ärzten mit Krankheit, Tod und unserer Betroffenheit.