Zurück

Was macht die Prostata?

Oft merken Männer um die 60 Jahre, dass ihr Urinstrahl nicht mehr so kräftig ist wie früher. Sie pressen um die Blase vollständig zu entleeren, oder haben einen imperativen, schwerkontrollierbaren Drang sofort wasserlösen zu müssen. Sie stehen nachts öfter zum Wasserlassen auf und fühlen sich davon irritiert. Das hängt damit zusammen, dass das wachsende Prostatagewebe auf die Harnröhre drückt, sie somit verengt und den Harnabfluss behindert. Viele Männer nehmen das in Kauf und fühlen sich nicht in grösserem Masse davon gestört. Es gibt jedoch einige Anzeichen, welche den Besuch beim Urologen unumgänglich machen:

Das Gefühl die Blase nicht richtig entleeren zu können
Hier siedeln sich oft Bakterien in der Blase an, welche zu Blasen-, bis hin zu Nierenentzündungen führen können. Die Blase passt sich jedoch bis zu einem bestimmten Volumen der Menge des Restharns an. Irgendwann wird der Urin jedoch zurück in die Nieren gestaut, was die Funktion derselben beeinträchtigt. Verschiedene Möglichkeiten der Therapie stehen zur Verfügung, reichend von Medikamenten, über Blasenkatheter bis hin zum operativen Eingriff.

Die Entzündung der Prostata
Sie betrifft Männer jeden Alters und gehört zu den häufigsten urologischen Erkrankungen. Vor allem die akute Entzündung mit Fieber bedarf sofortiger ärztlicher Betreuung. Chronische Entzündungen fallen oft wegen Schmerzen und wiederholtem Nachweis von Bakterien im Urin auf.

Prostatakrebs
Neben dem gutartigen Wachstum der Prostata gibt es leider auch ein bösartiges Geschehen. Es ist oft familiär bedingt. Um einen allfälligen Tumor so früh als möglich zu entdecken, ist die Vorsorge beim Mann ab 50 Jahren sehr empfohlen. Die Untersuchung ist einfach und je früher ein Krebs gefunden wird, desto besser sind die Heilungschancen. Grundsätzlich kann ein Prostatatumor gut behandelt werden.

Was geschieht beim Urologen?
Erfassen der Symptome, Abtasten der Prostata, Ultraschall der Harnwege, Messung des Harnstrahls, Abnahme des Prostataspezifisches Antigen (PSA) im Blut und Untersuchung des Urins. Der Urologe bespricht mit dem Patienten das weitere Vorgehen. Also keine Angst, es tut nicht weh.

Schenken wir der Prostata mehr Aufmerksamkeit,

Kontaktperson

Dr. med. Astrid Bagot-Sundermann

Fachärztin für Urologie und Allgemeine Medizin

Tel. 044 366 66 00

 

E-Mail

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 5 plus 4.