Sport fördert das psychische Wohlbefinden
In einer zunehmend komplexen Welt sehen sich die Menschen mit wachsenden Herausforderungen im Alltag konfrontiert.
Das bedeutet mehr Druck, mehr Stress und folglich auch eine höhere psychische Belastung. Dies betrifft nicht nur die geschäftstätigen Menschen, sondern auch Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung oder auch Senioren mit einer Vielzahl an Ängsten. Wenn dann psychische Erkrankungen auftreten, ist dies meist mit einem ungesunden Lebensstil verbunden, welcher zu weiteren körperlichen Erkrankungen führen kann.
Das Thema Sport hat viele Facetten und beinhaltet alle körperlichen Leistungen, die auf eine physische Fitness, aber auch auf soziale Bindungen und persönliche Entwicklung, ausgelegt sein können. Unter diesen Aspekten lässt sich somit auch ein Zusammenhang mit der Psyche herstellen.
Sport trägt ganzheitlich zur Gesundheit bei, indem er nicht nur die körperliche Fitness stärkt, sondern auch das psychische Wohlbefinden, die Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl fördert. Zudem verbessert er soziale Kompetenzen wie Kommunikation und Interaktion. Wird Sport in der Gemeinschaft ausgeübt, unterstützt er laut der WHO-Definition die Gesundheit in all ihren Dimensionen – körperlich, geistig und sozial. Mit Sport können somit psychische Prozesse wie Emotionen, Motivation und Verhaltensweisen reguliert und unterstützt werden.
Aktivierung und Sport werden schon lange präventiv im therapeutischen Setting und zur Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt. Die Forschung zu den Einflüssen von Sport kam aber erst in den letzten Jahren in Gang und es gibt noch wenige konkrete Angaben an empfohlenen effektiven Formen, Intensitäten und Frequenzen. Dabei zeigt sich in einigen Studien, dass eine kontrollierte Sport-/Bewegungstherapie depressive Symptome lindern kann.
Im Vergleich zu vielen anderen Methoden, die bei einer psychischen Erkrankung eingesetzt werden, ist Bewegung und Sport preiswert und einfach in den Alltag integrierbar. Sei es durch vermehrte körperliche Aktivität im Alltag - Treppe statt Fahrstuhl – oder zielgerichtete körperliche Anstrengung in Form von Ausdauer- und Krafttraining. Auch im höheren Alter sollte die Bewegung nicht vernachlässigt werden. Sie hat nachweislich positive Effekte auf die kognitiven Funktionen und trägt somit auch zur Prävention bei, was wiederum zur Verbesserung von Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz und bei leichter kognitiver Störung führen kann.
Zusammenfassend sind Bewegung und Sport in jeder Altersgruppe von grosser Bedeutung und tragen wesentlich zur Stärkung und Stabilisierung der psychischen Gesundheit bei.